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Premanjali: Kickstart für indische Mädchen

Blieskastel, 22.August 2016

Premanjali: Kickstart für indische Mädchen

Einige von ihnen studieren Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration, die jüngeren bereiten sich noch auf ihr Abitur vor. Für alle aber bedeutet das Leben in Premanjali (auf Deutsch: Haus der Liebe) eine sensationelle Chance: Das Internat in Mysore, Südindien, ermöglicht rund 30 Mädchen ein Studium – und damit eine in Indien (leider) immer noch viel zu seltene Chance. Gefördert wird das außergewöhnliche Projekt seit Neuestem von der Peter und Luise Hager-Stiftung.

„Es ist eine traurige Tatsache, dass immer noch Millionen indischer Mädchen im Alter von 12 oder 13 Jahren ihre Schule verlassen müssen, um verheiratet zu werden“, sagt Evi Hager, Vorsitzende der Stiftung. Für viele junge Inderinnen beginnt mit ihrer Verheiratung ein Leben mit alljährlichen Schwangerschaften und körperlicher Schwerstarbeit. Evi Hager: „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Unterstützung des College-Projekts Premanjali zumindest die Aussichten einiger Mädchen substantiell verbessern können.“

Premanjali ist ein 2015 eröffnetes Internat, das von dem Orden der Helpers of Mary betrieben und durch den gemeinnützigen Verein LIFT e.V. aus Hamburg unterstützt wird. Die Helpers of Mary betreiben im Bundesstaat Karnataka zwei Heime, in denen Mädchen aus Tagelöhnerfamilien Schutz finden, eine Schule besuchen und eine Ausbildung bekommen können. Einige besonders begabte Mädchen aus diesen Heimen können jetzt vom Premanjali-Haus aus das College besuchen. Unterprivilegiert waren die Mädchen zuvor alle; eines von ihnen ist ein so genannter first learner, das heißt: Sie ist das erste Mitglied ihrer Familie, das überhaupt Lesen und Schreiben gelernt hat.

„Ziel unserer Arbeit ist es, in Indien Verhältnisse zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben“, sagt Gabriele Venzky, die Initiatorin von LIFT e.V. „Bildung für Mädchen und junge Frauen ist der effektivste Weg, Armut, Unrecht und Überbevölkerung – aber auch Extremismus – zu bekämpfen.“

Die Kosten für die Versorgung eines Mädchens betragen ganze 66 Euro im Monat. Von diesem Betrag werden Vollversorgung der Mädchen, Studiengebühren und Studienmaterial sowie die Bustickets zum drei Kilometer entfernten College bezahlt. Die Spende der Peter und Luise Hager-Stiftung ist so bemessen, dass mit ihr ein Jahr lang die Studiengebühren für alle 30 Mädchen des Premanjali-Hauses gedeckt werden können.

 

Zur Stiftung: Die gemeinnützige Peter und Luise Hager-Stiftung wurde 2010 von der Unternehmerfamilie Hager gegründet. Wir fördern Vorhaben aus Wissenschaft und Forschung, Erziehung und Bildung, Kunst und Kultur sowie Umweltschutz und Soziales. Aktuell unterstützen wir rund 20 Projekte – viele an unseren Standorten, manche – wie das Mädchenheim in Mysore – in aller Welt. www.hager-stiftung.de

Zum Projektträger: LIFT e.V. mit Sitz in Hamburg wurde 2009 von Gabriele Venzky, der damaligen Asien-Korrespondentin der Wochenzeitung DIE ZEIT gegründet. Die Verwaltungskosten des gemeinnützigen Vereins liegen bei nur rund einem Prozent, das heißt: 99 % des Spendenaufkommens kommen direkt ans Ziel. www.liftindien.de