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Verleihung des Peter und Luise Hager-Preises

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Blieskastel, 8. Februar 2018

Verleihung des Peter und Luise Hager-Preises an der HBKsaar

Am 2. Februar 2018 fand die Verleihung des Peter und Luise Hager-Preises 2018 an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) in Saarbrücken statt. Die Peter und Luise Hager-Stiftung und die Hochschule der Bildenden Künste Saar zeichnen studentische Arbeiten und Positionen aus, die künstlerisch und gestalterisch hochwertig die sinnliche Erfahrbarkeit und Vermittlung von technischen, sozialen sowie kulturellen Prozessen thematisieren.

Aufgabenstellung der diesjährigen Wettbewerbsausschreibung war die künstlerische und gestalterische Auseinandersetzung mit dem Thema „Kontakt“. Die Studierenden konnten hierbei frei wählen, mit welchen Medien sie das Thema darstellen möchten.

Aus den 47 Einsendungen wählte die Jury elf Kandidaten aus, deren Arbeiten nun vom 3. Februar bis 4. März im Rahmen einer Ausstellung in der Galerie der HBKsaar zu sehen sind und ebenfalls vom 16. März bis zum 14. April in den Räumen der Saarländischen Galerie-Europäisches Kunstforum in Berlin ausgestellt sein werden.

Aus diesen 11 Ausstellungsteilnehmern hat die Jury drei Preisträger ermittelt. Die Preise wurden durch Evi Hager, Vorsitzende der Peter und Luise Hager-Stiftung, überreicht.

Die Ausgezeichneten sind:

1. Preis (5.000 Euro) – Lukas Ratius & Frederic Zenner
2. Preis (3.000 Euro) – Felix Bronko Noll
3. Preis (2.000 Euro) – Jenny Tran

Die Installation von Lukas Ratius und Frederic Zenner mit dem Namen „Contactu Fungi“ hat die Jury am meisten überzeugt und wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet. In der Aufmachung einer klinischen Laborsituation führen Keimkulturen vor Augen, wie viele Mikroorganismen uns tagtäglich umgeben. In ihrer Arbeit zeigen die beiden welche Abdrücke ein Handabdruck, zwei Wangenküsschen und ein Kuss auf den Mund auf einer keimfördernden Trägersubstanz hinterlassen. Diese Spuren ergeben zarte Bilder von Kontakt.

Aus dem Thema „Kontakt“ macht Felix Bronko Noll im Titel seiner Arbeit „Kont AKT“ und gewann den zweiten Platz. Dahinter steht in seinen eigenen Worten die Überzeugung, dass „gerade der ehrliche Kontakt mit dem eigenen Körper mit am wichtigsten“ ist. Felix Noll hat für das Projekt Ausschnitte von Körperfotografien vergrößert und in verschieden Maßstäben Körperdetails zusammengesetzt, die eigentlich nicht zusammen passen. In seiner großformatigen Fotoinstallation ergeben die Einzelfotografien dennoch ein schlüssiges Gesamtbild.

Die drittplatzierte, Jenny Tran, stellt das Thema Kontakt als „Suche“ dar. Ihre Bildergeschichte erzählt vom heutigen Individuum, das durch die Digitalisierung den Kontakt zu anderen in der realen Welt schwer finden kann. Das Individuum baut ein digitales Image von sich auf, in dem es sich selbst spiegelt und fast zu verlieren droht. Die Bildergeschichte, die an Comics und Frans Masereels Holzschnitte erinnert, führt diese Probleme in harten grafischen Kontrasten vor Augen und deutet schließlich eine Lösung an. 

Wir danken auch den übrigen Finalisten, welche eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 500 Euro erhalten: Mathias Aan’t Heck, Nina Kronenberger, Nadiya Morenko, Sarah Niecke & Katrin Pape & Christine Reisen, Shakti Paqué, Esther Ramsbrock, Johanna Schlegel und Luise Talbot.

Zur Jury gehörten seitens der  Peter und Luise Hager-Stiftung Evi Hager als Stiftungsvorsitzende, Susanne Trockle als weiteres Vorstandmitglied und Gabriela Gross als Mitglied des Stiftungsrates. Für die HBKsaar sind Prof. Sung Hyung Cho, Prof. Ivica Maksimovic und Prof. Dr. Matthias Winzen in der Jury vertreten. Weitere Jury-Mitglieder sind der kunst- und kulturwissenschaftliche Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Dr. Roland Mönig, sowie als Mitarbeiterin der Saarländischen Galerie, Berlin, Dr. Andrea Weber.

Der Peter und Luise Hager-Preis wurde erstmals 2012 ausgelobt. Die 2010 gegründete gemeinnützige Stiftung fördert Projekte aus Wissenschaft und Forschung, Erziehung und Bildung, Kunst und Kultur sowie Umweltschutz und Sozialem.

Die Hochschule der Bildenden Künste Saarist eine staatliche Einrichtung mit derzeit rund 400 Studienplätzen und wurde 1989 gegründet. Die Professuren sind mit international renommierten Künstlern und Designern besetzt.

Die  Saarländische Galerie ist ein ehrenamtlich geführter Verein, in dem sich Saarländer und Freunde des Saarlandes zusammengeschlossen haben, um Kunst und Kultur, insbesondere aus dem Saarland, in Berlin zu präsentieren, zu fördern und der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Der Verein ist politischunabhängig, gemeinnützig und selbstlos tätig.