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Hager Group Continuous Improvement Awards 2014

Blieskastel, 19. Dezember 2014

Auszeichnung gemeinschaftlicher Projekte bei der Verleihung der Hager Group Continuous Improvement Awards 2014

Bei der elften Verleihung der Hager Group Continuous Improvement Awards am 15. Dezember im französischen Obernai zeichnete die Jury drei Teams für abteilungs- und funktionsübergreifende Projekte zur kontinuierlichen Verbesserung aus, die einen Mehrwert für die Kunden schaffen. In diesem Jahr wurde der Rahmen von CI auf die gesamte Wertschöpfungskette ausgeweitet, um höchste Kundenzufriedenheit zu erzielen und zugleich die größtmögliche Wettbewerbsfähigkeit der Hager Group sicherzustellen.

Positive Ergebnisse für Wachstum und Kunden
Mit der Verleihung sollten abteilungsübergreifende Teamerfolge hervorgehoben und gewürdigt werden, die positive Ergebnisse für Wachstum und Kunden erzielten, ohne dabei effizientere und effektivere Prozesse zu vernachlässigen. Die Auszeichnung in Gold wurde an das Projekt „Stop burning money on stock“ verliehen.

„Stop burning money on stock“
Die Business Group Building Automation ist ein Geschäftsfeld mit hoher Produktvarianz und geringen Stückzahlen, kurzen Produktlebenszyklen und wachsenden Projektumsätzen. Eine Umwandlung des Wertstromes war erforderlich, um mit kürzeren Lieferzeiten die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und zugleich die Marge zu verbessern. Das Team setzte sich aus Kollegen verschiedener Abteilungen in Frankreich, Deutschland, Italien und Polen zusammen. Um ihr Ziel zu erreichen, wurde mithilfe der folgenden Maßnahmen der Wertstrom angepasst, um die Lieferzeit deutlich zu verkürzen, die Reaktionsfähigkeit zu verbessern und den Bestand zu verringern:

  • Einführung eines Tools zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge (Economic Order Quantity)
  • Projektmanagement für auslaufende Produkte
  • SAP-Lebenszyklus in einem Projekt

Einer der Vorteile für die Hager Group war die Reduzierung der unverkäuflichen Lagerbestände von 25 % auf 19 %, wodurch Verluste von 2,4 Millionen Euro vermieden werden konnten. Für die Kunden ergab sich eine globale On Time Delivery (OTD) von 98 %, ganz zu schweigen von den Vorteilen für die Umwelt durch die Reduzierung des Ausschusses von 3 % auf 2 %. Florence Moro, Continuous Improvement Manager, war am Projekt beteiligt und erklärte: „Eine der wichtigsten Errungenschaften dieses Projektes war, die Auswirkungen des eigenen Handelns über die eigene Abteilung hinaus und auf den gesamten Wertstrom zu zeigen. Ein solches Bewusstsein ist unerlässlich für zukünftige Schritte hin zu unserer neuen Wertschöpfungskette.“ Weitere Einzelheiten zu diesem Projekt folgen 2015.

„Corcovado“
Silber ging an das Projekt „Corcovado“ mit Beteiligten aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, China und Spanien. Es befasst sich mit Wiedereingliederung und Industrialisierung eines neuen Gehäusesortimentes in Brasilien.  Die Herausforderung für das Team bestand in der Abstimmung von Kosten und Logistik für ein in Europa hergestelltes Produkt, das auf der anderen Seite der Welt, nämlich in Brasilien, verkauft werden soll. „Deshalb haben wir weltweit alle Kompetenzen der Hager Group genutzt und ein internationales Projektteam aufgestellt. Die Teamarbeit von Kollegen rund um den Globus war der Schlüssel zum Erfolg und hat neue Kompetenzen in das Team in Brasilien gebracht. Diese neue Plattform gibt uns die Flexibilität, unseren lokalen Markt und die lateinamerikanischen Märkte zu versorgen“, betont Edison Alvares, Industrial Manager in Brasilien. Das Team der Business Group Casings und das brasilianische Marketingteam machten sich an die Lösung dieser schwierigen Aufgabe. Die Antwort war eine lokale Lösung. Die Erfolgsgeschichte begann 2013 und in Rekordzeit wurden im März 2014 vor Ort in Rio de Janeiro die ersten Schränke für den südamerikanischen Markt produziert. Die Herausforderung bestand darin, das Investitionsbudget von 1 Million Euro und den sehr engen Zeitrahmen von nur 18 Monaten einzuhalten. Mit wertvoller Unterstützung von Kollegen aus La Roca, Spanien, wurde eine neue Produktionslinie in Brasilien eingerichtet, um den Arbeitsablauf zu optimieren. Das ermöglichte die Produktkonfiguration und die Reduzierung der Durchlaufzeit auf 3 Tage. Zur großen Zufriedenheit der Kunden wurde die Zeit zur Abwicklung eines Kundenauftrags verkürzt und die Konstruktion und Leistung der Werkzeuge verbessert.

„Made by Hager“
Das australische Projekt für gewerbliche Gehäuse „Made by Hager“ gewann Bronze. In jedem Ende liegt auch die Chance für einen Neuanfang. So auch in der Trennung der Hager Group von ihrem langjährigen australischen Partner B & R. „Das gab uns die Gelegenheit, unser Produktangebot für den australischen Markt grundlegend zu erneuern und intern ein vollständiges Sortiment von Produkten „Made by Hager“ zu entwickeln“, erklärt Rémy Becher, Manager Business Area Enclosures. Das Projekt begann im Oktober 2013 mit dem klaren Ziel, so schnell wie möglich Verteilerlösungen von größtmöglicher Qualität für sämtliche Anforderungen des australischen Marktes zu entwickeln. Das Resultat waren drei neue Verteilerbaureihen: Performa 2, ein Verteilerschrank mit fester Sammelschiene für gewerbliche Anwendungen, Invicta, eine speziell für unseren 6 kA Leitungsschutzschalter entwickelte Ergänzung für den Performa 2, und Quadro M, ein modulares Zähler- und Verteilersystem, ebenfalls für gewerbliche Anwendungen. Natürlich hatten auch australische Kollegen bedeutenden Anteil an diesem „interkontinentalen“ und abteilungsübergreifenden Projekt. Neben Marketing und Produktmanagement waren sie auch verantwortlich für die sogenannte „späte individuelle Anpassung“, ein in der Hager Group angewendetes einzigartiges Verfahren. Die Grundkomponenten der neuen Verteiler werden in Produktionsstätten in China, Italien und Spanien gefertigt und von dort nach Sydney geliefert, wo sie von unseren australischen Kollegen individuell nach Bedarf der Kunden montiert werden. 

Die Eco Awards
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Verleihung ist die Verbesserung der Umweltbilanz der Hager Group. Die drei wesentlichen Bewertungskriterien für die Jury sind dabei die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und somit der CO2-Emissionen, Rentabilität sowie die Möglichkeit, die vorgeschlagenen Maßnahmen zu wiederholen.

Den Eco Award erhielt das Team von Efen in Uebigau für seine Verbesserungen an Maschinen, der Kühl- und Lichtanlage in der Produktion sowie an der Luftqualität. Das Projekt hat den Stromverbrauch gesenkt, indem Hydraulikmaschinen durch effizientere elektrische Spritzmaschinen ersetzt wurden, und durch verbesserte Luftqualität und Temperatur im Produktionsbereich die Arbeitsbedingungen verbessert. Darüber hinaus wurde die Verwendung des Kühlmittels R22 eingestellt, um die Gefahr der Freisetzung von Treibhausgasen zu verringern. Diese Veränderungen haben den Energieverbrauch gegenüber 2012 um 15 % verringert, was 35.000 Euro und CO2-Emissionen von 123 Tonnen pro Jahr entspricht.

Die Teams in Obernai und Blieskastel wurden ebenfalls für ihre Projekte ausgezeichnet. In Obernai wurde ein strukturierter und nachhaltiger Ansatz zur Reduzierung des Strom-, Gas- und Wasserverbrauches im Werk umgesetzt und in Blieskastel bietet das Hager Group Forschungs- und Anwendungszentrum alternative Technologien zur Energieerzeugung. Diese Projekte tragen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch und somit zur Verbesserung der Umweltbilanz des Unternehmens bei.

Zum Abschluss
Die Branche und Märkte unterliegen ständiger Veränderung. Die Hager Group muss einer ständig zunehmenden Komplexität begegnen, und diese Veränderungen verlangen die kontinuierliche Anpassung unserer Prozesse. Die Herausforderung für Hager Groups Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung besteht darin, alle Aktivitäten miteinander zu verbinden und die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu haben. Da der Kunde für Mehrwert bezahlt, liegt die Chance in einer effizienteren und effektiveren Bedienung der Kundenbedürfnisse. Zum Abschluss der Verleihung beglückwünschte Daniel Hager alle Teilnehmer zu ihrer harten Arbeit und ihrem Engagement für eine fortgesetzte kontinuierliche Verbesserung, um täglich und überall die Kunden zufriedenzustellen: „… es ist wichtig, dass wir es uns nicht bequem machen und unser Unternehmen für 2020 voranbringen.“