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Peter und Luise Hager-Preis 2017 für den innovativsten „Kreis“

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Blieskastel, 9. März 2017

Peter und Luise Hager-Preis 2017 für den innovativsten „Kreis“

Am 10.02.2017 fand die Verleihung des Peter und Luise Hager-Preises 2017 an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken statt. Die Peter und Luise Hager-Stiftung und die Hochschule der Bildenden Künste Saar zeichnen studentische Arbeiten und Positionen aus, die künstlerisch und gestalterisch hochwertig die sinnliche Erfahrbarkeit und Vermittlung von technischen, sozialen sowie kulturellen Prozessen thematisieren. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs war „Kreis“.

Die Studierenden der Kunsthochschule waren eingeladen, den „Kreis“ künstlerisch oder gestalterisch umzusetzen und konnten dabei das Medium und die Form der Bearbeitung frei wählen.

Aus den 34 Einsendungen wählte die Jury aus Mitgliedern des Vorstandes und Sitftungsrates der Peter und Luise Hager-Stiftung, der HBK Saar und Roland Mönig (Saarlandmuseum) zehn Kandidaten aus, deren Arbeiten nun vom 19. März bis zum 15. April in den Räumen der Saarländischen Galerie in Berlin ausgestellt werden.

Die erstplatzierte Ida Kammerloch wandte sich mit der Frage „Wie sieht Ihr Kreis aus?“ an Menschen auf der Straße und bat sie, ihren persönlichen Kreis zu zeichnen. Anschließend fotografierte sie die Menschen mit ihren Zeichnungen. Auf den Fotos tritt die Zeichnung in Spannung zur Person. Entstanden ist mit „I was a circle“ eine kleine Sozialreportage, die die Jury mit dem ersten Platz belohnte, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Den zweiten Platz gewann Michael Voigt mit „COLIGHD“ (circles of light in gravity hey du). Ein Wassertropfen trifft auf einen wassergefüllten Glasbehälter. Wenn er auf der Oberfläche aufschlägt, löst er einen Lichtblitz aus. Kreisförmige Ringe breiten sich aus und spiegeln sich an der Decke. Der schnappschussartige Blitz lässt für den Bruchteil einer Sekunde eine Skulptur auf der Wasseroberfläche aufscheinen.

Der dritte Preis ging an Valerian Polienko. Er legte für seine Arbeit mit Binder bestrichene Trägerfolien in Wasser mit Pigmenten und Farbtuschen. Auf die Folien legen sich in Form und Farbe unterschiedliche Gebilde. Das Ergebnis: leuchtende, zufällige Bilder.

Auch andere Arbeiten haben überzeugt. Miriam Dockendorf zeigte ein Gemälde, das aus den Buchstaben des Wortes „Kreis“ neue Wörter entstehen lässt. Anna Makarova reichte eine fast kontemplative Videoarbeit ein. Außerdem werden Arbeiten von Esther Momper, Richard Engel, Eva Fischer, Marion Kentischer und Christine Reisen in Berlin ausgestellt.

Schirmherrin der Ausstellung ist Prof. Dr. Christina Weiss. Die gebürtige Saarländerin und ehemalige Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zeigte sich hocherfreut, dass die Werke den Weg in die Bundeshauptstadt gefunden haben. Den Finalisten werde nicht nur ein gewichtiger Weg in die Öffentlichkeit gebahnt, der Peter und Luise Hager-Preis fördere auch die Entwicklung der künstlerischen Fähigkeiten: „Mitten im Studium erhalten die jungen Künstlerinnen und Künstler, die an der HBKsaar in Saarbrücken studieren, den Anstoß zur Entdeckung eines Themas und seiner künstlerischen Umsetzung.“

Der Peter und Luise Hager-Preis wurde erstmals 2012 ausgelobt. Die 2010 gegründete gemeinnützige Stiftung unterstützt Projekte zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, Erziehung und Bildung, Umweltschutz und kultureller Zwecke.

Die Hochschule der Bildenden Künste Saar ist eine staatliche Einrichtung mit derzeit rund 400 Studienplätzen und wurde 1989 gegründet. Die Professuren sind mit international renommierten Künstlern und Designern besetzt.

Die Saarländische Galerie ist ein ehrenamtlich geführter Verein, in dem sich Saarländer und Freunde des Saarlandes zusammengeschlossen haben, um Kunst und Kultur, insbesondere aus dem Saarland, in Berlin zu präsentieren, zu fördern und der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Der Verein ist politisch unabhängig, gemeinnützig und selbstlos tätig.