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18. Juni 2018

Wie Erneuerbare Energien wettersicher werden

Strom trotz „Dunkelflaute“: Wie Erneuerbare Energien wettersicher werden

Energieversorger fürchten sie: genannte Wetterlagen, bei denen Schwachwind, Bewölkung, Kälte und winterliche Dunkelheit zusammenkommen. In diesen „Kalte Dunkelflaute“ genannten Phasen, die in Deutschland im Schnitt alle zwei Jahre vorkommen, produzieren Windkraft- und Solaranlagen kaum Strom. Gleichzeitig ist aber die Nachfrage nach Strom kältebedingt besonders hoch. Herrscht in ganz Europa eine ähnliche Wetterlage, fallen Stromimporte aus dem Ausland als Ausgleichs-Energiequellen aus. Für die Energielandschaft der Zukunft, in der Strom vor allem aus Erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden wird, bilden „Dunkelflauten“ daher den denkbar größten Stresstest.

Wie sich Energie dennoch versorgungssicher bereitstellen lässt, haben Experten des Berliner Analyseinstituts  „Energy Brainpool“ untersucht. Ihre wichtigste Antwort heißt Windgas. Dabei werden Energie-Überschüsse, die bei Starkwindphasen immer wieder auftreten, in erneuerbaren synthetischen Wasserstoff oder Methan umgewandelt. Das künstlich erzeugte Gas kann im Erdgasnetz gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen werden. 

Kurzfristig können Angebot und Nachfrage nach Analysen der Forscher unter anderem durch Batteriespeicher ausgeglichen werden, wie sie die Hager Group mit der Übernahme des Speicherherstellers E3/DC erworben hat. Auch die Akkus von E-Mobilen sowie intelligente Gebäudetechnologien dürften helfen, Stromerzeugung und –nachfrage in ein bekömmlicheres Gleichgewicht zu bringen.

„Mit Home Energy Management Systemen, wie wir sie gerade entwickeln, wird Strom bevorzugt dann verbraucht, wenn er im Überfluss vorhanden und günstig ist“, erklärt Marc Helfter, Disruptive Innovation Director bei der Hager Group, „davon profitieren Energieverbraucher wie auch das Energiesystem als Ganzes.“ Und wenn in den nächsten Jahren verstärkt e-Mobile in den Markt kommen, werde zusätzliche Speicherkapazität auf Rädern zur Verfügung stehen. Helfter: „Sollten die Verkaufsprognosen der Automobilhersteller eintreffen, könnte sich die verfügbare Kurzfrist-Speicherkapazität binnen weniger Jahre vervielfachen.“

Zum Hintergrund: In Deutschland erreichten Erneuerbare Energien im vergangenen Jahr erstmals einen Rekordwert von etwa 35 Prozent bei der Stromversorgung. Betrachtet man allerdings den gesamten Primärenergieverbrauch inclusive Industrie und Verkehr, dann liegt der Anteil Erneuerbarer Energiequellen erst bei knapp 13 Prozent. Auch das Vorreiterland Deutschland hat den Großteil der Energiewende also noch vor sich. Und die Hager Group ist dabei eines der Vorreiterunternehmen, die mit intelligenten Gebäudetechnologien an der Energieinfrastruktur der Zukunft mitbauen.

 

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