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Vehicle to Home: Hager Group und AUDI AG erforschen Zukunft der Elektromobilität

Mit steigenden Wind- und Sonnenenergieanteil am Strommix wächst auch ein Grunddilemma erneuerbarer Energieträger: Die beiden Energiequellen liefern nicht immer dann Strom, wenn man ihn gerade braucht. Umgekehrt fehlt es an Sonnentagen und in Starkwindphasen häufig an Pufferkapazitäten, um die erzeugte Energie zu speichern.

Dieses Dilemma adressiert ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt der Hager Group und AUDI AG an einen Fahrzeug- Prototypen auf Basis des AUDI e-Tron, der nicht nur vollelektrisch unterwegs, sondern dank Komponenten der Hager Group auch als mobiler Energiespeicher einsetzbar ist. Durch die damit einhergehende bidirektionale Ladetechnologie könnten E-Fahrzeuge künftig die Energiebilanz ihrer Besitzer spürbar verbessern.

 

Enorme Potentiale in E-Fahrzeug-Batterien

Die leistungsstarken E-Mobil-Batterien lassen sich nicht nur als Energiespeicher fürs Fahrzeug, sondern auch als elementare Bausteine im Energienetz nutzen. „Eine Fahrzeugbatterie kann etwa so viel Energie speichern, wie ein Durchschnittshaushalt in einer Woche benötigt“, erklärt Ulrich Reiner, E-Mobility-Experte im Bereich Corporate Strategy & Innovations der Hager Group. „Das bedeutet, dass wir mit E-Fahrzeugen gewaltige dezentrale Speicherkapazitäten verfügbar haben werden, die wir dringend für die grüne Energiewende benötigen.“

Dezentral bedeutet hier, dass die Fahrzeug-Energiespeicher theoretisch über jeden Hausanschluss an das Stromnetz angeschlossen werden können. Immobilienbesitzer, die auf ihrem Dach Solarstrom erzeugen, können ihn lokal in ihrem Fahrzeug speichern und bei Bedarf wieder an das Gebäude  abgeben. Dafür steht die Abkürzung v2h, vehicle to home – vom Fahrzeug ins Haus. Die notwendige Basistechnologie dazu hat die Hager Group Tochter E3/DC seit Jahren mit dem Photovoltaik Hauskraftwerk perfektioniert.

Energieaustausch mit Lösungen der Hager Group

Beim „bidirektionalen Laden“ – also dem Laden vom Haus zum Auto und umgekehrt –  kommen neben einem Elektroauto wie dem AUDI  e-tron gleich mehrere Komponenten aus dem Portfolio der Hager Group zum Einsatz: Zum Einen ein Hauskraftwerk als Basis fürs bidirektionale Laden mit  Gleichstrom TriLINK Technologie von E3/DC. Zum Anderen ein intelligentes Haus-Energiemanagement, das Fahrzeug- und Gebäudenetz vor Überlastung schützt, sowie eine Hager Ladestation. 

Und wie das Ganze funktioniert?
Zugegeben: Hier steckt jede Menge Technik drin. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit den Kollegen von Audi überlegt, wie wir genau diese Technik jedem so einfach wie möglich erklären. So, dass es auch die Oma versteht.

 

Energieautarkie gewinnt an Bedeutung

Diese Form der Energieautarkie, also der Unabhängigkeit von externen Energielieferanten, wird im Zuge der Energiewende zu einem immer größeren Thema. Denn immer mehr Hausbesitzer verwandeln sich mittlerweile in Prosumer, also Produzenten und Consumer (Verbraucher) selbsterzeugten Stroms.

Ulrich Reiner ist überzeugt: „Immer mehr Immobilienbesitzer werden künftig eine Batterie im Keller, in der Garage oder vor der Haustür stehen haben, in der sich beispielsweise die selbsterzeugte Energie aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage speichern lässt.“ Durch die Technologie, die Hager im Rahmen des Kooperationsprojekts mit der AUDI AG entwickelt hat, wird die zur Verfügung stehende Batteriekapazität vervielfacht. Sie bietet damit erheblich höhere Potentiale zur Optimierung des Photovoltaik-Eigenverbrauchs und einer autarken, sicheren Energieversorgung. Denn das Hauskraftwerk kann schon heute Gebäude komplett autark mit Strom versorgen – beispielsweise in den Nächten nach einem sonnigen Tag oder auch während eines Stromausfalls. Gekoppelt mit einem Fahrzeugbatteriespeicher können Hausbesitzer künftig tagelang energieautark wirtschaften – und gleichzeitig das Stromnetz entlasten.

Erneuerbare Energien nehmen Fahrt auf
In der ersten Jahreshälfte 2020 hatten erneuerbare Energien erstmals einen Anteil von mehr als 50% am deutschen Strommix. Das ist ein neuer Rekord, der nach intelligenten Lösungen für den Umgang mit Erneuerbarer Energie schreit – so, wie es Audi und die Hager Group gerade vorexerzieren. 

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