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21.01.20

[Replay] Die Zukunft der Architektur von Van Bo Le-Mentzel

„Eine Weltbevölkerung von neun Milliarden Menschen könnte eine ausgewachsene Katastrophe darstellen." Wie kann Architektur dazu beitragen, daraus etwas Positives zu machen? Am 29. November 2019 stellte uns Van Bo Le-Mentzel, ein Architekt und innovativer Städteplaner aus Berlin, anlässlich der Trend Session #9 im Hager Forum sieben Ideen zur Gestaltung von Städten, zu unseren Wohnumständen und zum Leben in der Zukunft vor.

Wird die Stadt von morgen mit den Mitteln der kollektiven Intelligenz gebaut? Kreislauf-Städte, Multifunktionsgebäude, Häuslebauen für Selbermacher - nur einige der möglichen Überlegungen, die es mit Blick auf die Zukunft zu prüfen gibt. Wer darüber mehr erfahren möchte, dem sei hier das Video des Vortrages empfohlen.

Die sieben Ideen von Van Bo Le-Mentzel über die Zukunft der Architektur:

Idee Nr. 1: Die Lösung heißt Yin & Yang, mein Freund!

Was wäre, wenn wir anfingen, vertikal zu denken und Kreislauf-Städte zu bauen, wenn wir Orte mit unterschiedlichen Gebäuden für alle Arten von Menschen und Aktivitäten schaffen würden?

Sei Yin & Yang, mein Freund! Soll heißen: Wir sollten unsere Städte so planen, dass wir nicht mehr entscheiden, ob dieses oder jenes Gebäude ausschließlich für Büroräume oder als Wohnhaus oder als Schule zu nutzen ist. Laßt uns Yin & Yang sein und alles an einem einzigen Ort erledigen: mit dem Co-Being House, der neuen Art des Gemeinschaftslebens, mit den Wonder Homes, einer Art erschwinglicher Wohnung, mit den winzigen Tiny Houses für zügigen Ein- und auch wieder Auszug und vielen anderen Möglichkeiten, die noch gar nicht erfunden sind.

Idee Nr. 2: Infrastrukturleitplan? Örtlicher Bebauungsplan? Vergiß es!

Es ist schier unmöglich, heute vorauszusehen, wie die Bedürfnisse der Menschen in zwanzig Jahren aussehen werden. Doch wie können wir Städte und Dörfer ohne jeden Plan bauen? Möglicherweise wären die kleinen Tiny Houses eine kurzfristige und vorübergehende Lösung zur Deckung des Wohnraumbedarfs. Diese winzigen Häuschen sind voll ausgestattet, aber eben von sehr kleinen Abmessungen. Dadurch kann man sie buchstäblich überall hin verpflanzen. Ein Beispiel: Das allererste temporäre Dorf aus experimentellen Prototypen von Tiny Houses wurde im bis dato ungenutzten Garten des Bauhaus-Museums errichtet. Das Tiny House lädt förmlich zu Gedankenspielen rund um noch ungenutzten Raum ein.

Idee Nr. 3: Die Straße gehört den Menschen, nicht den Autos

Wir leiden offensichtlich unter einem Mangel an verfügbarem Raum. Besonders Wohnraum und andere Lebensbereiche sind knapp bemessen. Wo sollen wir also hin? Wie wäre es denn, wenn wir unsere Häuser einfach direkt auf die Straße stellen würden? Lassen Sie uns temporäre Dörfer auf öffentlichen Plätzen und Straßen bauen. Mit Bürgersteig-Häusern, die man beliebig kombinieren kann, damit jeder vom Single bis zur Großfamilie untergebracht werden kann. Und in der Mitte leben wir mit anderen Menschen im Gemeinschaftsbereich. 

Idee Nr. 4: Vertraue auf die kollektive Intelligenz

Jeder schaut sich Lehrvideos und Tutorials auf YouTube an. Wer braucht da noch einen Architekten, um sein Haus zu entwerfen? Es braucht ja vermutlich auch kaum noch jemand einen Schreiner, um einen Stuhl zu bauen. Für so gut wie alles findet man im Internet Do-it-Yourself-Videos. Dank YouTube und Wikipedia kann man praktisch alles lernen. Und was wäre, wenn wir alle unsere eigenen Häuser bauen könnten? Schon mal etwas von „Do it your shelf“ gehört?

Idee Nr. 5: Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft, nicht der Einzelne

Die Co-Being Houses sind die nächste Evolutionsstufe des Gemeinschaftslebens. Die Grundidee ist einfach: Weniger ich, mehr wir. Wir sollten Gemeinschaftsbereiche schaffen, indem wir den Platz für den Einzelnen reduzieren, um in der Gemeinschaft schrankenlos zu leben.

Idee Nr. 6: Platz fürs Heim statt für Maschinen

Menschenfreundliche Lebensbereiche erfordern angenehme Stadtviertel. Haben Sie schon einmal von den Wonder Homes gehört, dem Rückgrat der Kreislauf-Stadt?

Idee Nr. 7: Entdecken Sie selbst...

Und welche Rolle spielt Hager in all dem? 

Wenn Hager sich in die Zukunft der Architektur einbringen möchte, so Van Bo Le-Mentzel, dann muss die Gruppe das Augenmerk auf innovative und intelligente Lösungen legen, um geteilte Stromkreise zu schaffen, die diversen Nutzertypen zugänglich sind.

Wenn es uns gelingt, unseren Blick auf die Dinge neu auszurichten, könnten wir viele gute Ideen entwickeln. Wer kann vorhersagen, wie sich unsere Räume bei Hager entwickeln könnten?

Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Artikel zur Zukunft der Architektur von Van Bo Le-Mentzel.

Ein paar Anregungen zum besseren Verständnis der Zukunft der Architektur:


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Wir sollten nicht gegeneinander kämpfen, sondern aufeinander aufbauen.

Van Bo Le-Mentzel

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