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Obernai 28. März 2019

„Pop Up“: eine temporäre Ausstellung über die Kulissen der Hager Group

Im Januar 2019 hat das Hager Forum mit „Pop Up“ ein neues Eventformat lanciert: Kurzausstellungen, die dem Besucher einen Blick hinter die Kulissen eines Produktes oder einer Lösung der Hager Group (und noch viel mehr) ermöglichen.

Verstehen, berühren, spüren und mit den Augen des Designers sehen – so lautete der Anspruch des Design Studios, das von Mitte Januar bis Mitte Februar zum Pop Up gallery ins Hager Forum einlud. Im Mittelpunkt dieses ersten Pop Up stand gallery, das in Frankreich auf den Markt gekommen ist. Mitarbeiter, Kunden und Gäste hatten hier die Gelegenheit, das neue Schalterprogramm aus der Design-Perspektive zu entdecken. Interessierte hatten freien Zugang zum Ausstellungsbereich am Eingang des Hager Forums und konnten sich immer montags mit dem Team des Design Studios austauschen. Video hier.

Ein Gespräch mit Erwin Van Handenhoven, Leiter des Design Studios der Hager Group.

Die Pop Up-Ausstellung über gallery von Anfang diesen Jahres war ein absolutes Novum. Wie lautet Ihr erstes Fazit?

Ich denke, diese Ausstellung hat einen sehr präzisen Ansatz verfolgt. Oder anders formuliert: Sie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht! Pop Up steht für Schnörkellosigkeit, für ein unkompliziertes, unstressiges Format. Man kommt, wann man Lust hat, und man muss nicht stundenlang bleiben. Es bleibt etwas Temporäres, und gerade das macht es so spannend. Vom Format her ist das weder besonders pädagogisch noch besonders künstlerisch, und vor allem absolut nicht schulisch. Es geht nur um die Freude am Design, um Informationen, um Eindrücke, und ich finde, dass das genau der richtige Ansatz für solche Veranstaltungen ist.

Welches Feedback haben Sie zu dieser Ausstellung erhalten?

Mir ist eigentlich nur ein positives Echo zu Ohren gekommen. Die Besucher hatten sichtbar Freude daran, sich mit Produkten vertraut machen zu können, die aus dem eigenen Hause stammen, und einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Mitarbeiter haben dazu ja an sich wenig Gelegenheit und kennen die Produkte sogar teilweise nur aus dem Katalog, wenn überhaupt. Was mir besonders aufgefallen ist, war diese Energie. Die Leute haben sich angeregt unterhalten, weil gallery wirklich ihr Interesse geweckt hat. Außerdem war augenfällig, mit wie viel Achtung sie den Ausstellungsstücken begegnet sind. Manche haben die Stücke in die Hand genommen – und das ist auch wichtig und richtig so, und haben sie dann wieder sehr respektvoll abgelegt, ohne die Inszenierung der Produkte zu verändern.

Diese Ausstellung kam unmittelbar vor der Lancierung von gallery auf dem französischen Markt. Zeichnet sich mithin eine neue Art der Produkteinführung ab?

Ich glaube schon, dass man darauf aufbauen kann. Man sieht ja auch bei anderen Unternehmen, dass Produktlancierungen immer ein ganz besonderes Ereignis sind. Denken Sie nur an die keynotes von Apple. Dadurch macht man auch klar, wie viel Arbeit hinter einem Produkt steht, und dieses Produkt wird dann entsprechend gewürdigt. Das Pop Up-Format hat natürlich nur eine begrenzte Dauer, aber doch immerhin mehr als nur ein oder zwei Stunden. Ich kann mir dieses Format jetzt nicht wirklich mit Live-Übertragung im Stile einer keynote vorstellen. Dafür kann das Pop Up von einem Ort zum anderen wandern, quasi reisen, und das finde ich ich schon interessant.

Wie hat das Publikum reagiert?

Wir haben ja im Grunde eine Geschichte erzählt und das Besuchserlebnis im Hager Forum bereichert. Die Ausstellung war die Gelegenheit, die Besucher in diese Geschichte einzubinden und das Produkt damit auf eine neue Stufe zu heben. Für unsere externen Gäste war es ein weiteres Highlight in ihrem Besuchserlebnis, was sehr positiv aufgenommen wurde. Außerdem haben wir die Ausstellung auch bei unseren D-Events (Design Events) mit unseren internen Kunden verwendet, und auch die Teilnehmer an Schulungen im Hager Forum konnten sich die Ausstellung anschauen.

Hat die Ausstellung dazu beigetragen, die Designarbeit allgemein besser verständlich zu machen?

Also das Herz der Hager Group ist und bleibt die Technik, aber mit einem guten Design kann man sich gerade in unserer Branche von der Konkurrenz abheben. In der Elektroindustrie ähneln sich die Produkte stark, weil sie denselben Normen und Vorschriften unterliegen. Im Ergebnis fallen die optischen Unterschiede dann eher gering aus. Die wahren Unterschiede liegen in der Story, in der Wahrnehmung, kurz: im emotionalen Bereich. Und diese Arbeit muss und kann das Design leisten. Um ihre Frage zu beantworten: Ja, diese Ausstellung hat es ermöglicht, ein Produkt aus einem anderen Blickwinkel, dem Blickwinkel des Designs zu betrachten.

Wie wirkt sich dieses Projekt auf das Team des Design Studios aus?

Das gesamte Team war an dieser Ausstellung beteiligt und hat mehrere Monate daran gearbeitet. Zunächst musste das Konzept entwickelt werden, dann haben wir die Umsetzung in Angriff genommen. Wir wollten vor allem eine unprätentiöse, aber hochwertige Darstellung. Dabei stand die Idee vom "New Start" im Vordergrund, die die gesamte Designarbeit charakterisiert. Das war natürlich nicht ganz einfach. Wir haben Modelle erarbeitet, lange nachgedacht und Möbel eigens für die Ausstellung gebaut. Es war ein richtiges Gemeinschaftsprojekt, das für eine tolle Stimmung im Team gesorgt hat. Wir sind alle sehr stolz darauf, unsere Arbeit so präsentieren zu können. Außerdem hatte jedes Teammitglied immer montags die Möglichkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu treten, die Story hinter der Ausstellung zu erzählen und neue Leute kennenzulernen.
Das ganze war sehr energie- und zeitintensiv, aber beim nächsten Mal können wir sicher von der Erfahrung profitieren.

Sie sprechen das nächste Mal an. Verraten Sie uns, was auf dem Programm des nächsten Pop Up steht?

Wir bereiten gerade ein Pop Up für das H3+ vor – ein technisch sehr anspruchsvolles Produkt und eine große Herausforderung für uns alle! Wir wollen nämlich den Beweis antreten, dass es ein Designleben auch jenseits von Schalterprogrammen gibt. Das ist eine andere Art von Aufgabe, eine andere Story, ein anderes Nutzererlebnis: Alles ist anders, und doch trägt das Design auch bei der Entwicklung von technisch hoch anspruchsvollen Geräten zum Erfolg bei. H3+ ist ein Produkt, das in Frankreich, China und Deutschland auf den Markt kommen wird. Bemerkenswert ist, dass die Anregung zur Ausstellung direkt aus dem Projektteam kam! Ihnen hat die Designarbeit gefallen. Design und Entwicklung haben bei diesem Produkt eng und vor allem absolut vertrauensvoll und konstruktiv zusammengearbeitet und interagiert. Vielleicht kommt dieses Projekt im Endeffekt ein wenig trockener daher, weil man den Beitrag des Designs hier nicht so sehr erwartet, aber für uns ist das immens wichtig, und das wollen wir auch kundtun!

gallery, das Produkt mit der speziellen Design-Note

gallery war bereits mit dem Janus-Preis der Industrie 2018 ausgezeichnet worden. Jetzt kommt auch der internationale Good Design® Award 2018 für die avantgardistischsten Industriedesigns und -konzepte dazu.

Das Interview führten Stéphanie Formery und Olivia Hanschke

Die Besucher hatten sichtbar Freude daran, sich mit Produkten vertraut machen zu können, die aus dem eigenen Hause stammen, und einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Erwin van Handenhoven

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